Die Beschwerden treten
schnell, plötzlich und heftig auf. Das Tempo dieses Arzneimittels (genau wie
die Giftwirkung der physischen Substanz) ist sehr schnell. Man sagt, Aconitum
soll in den frühesten Stadien einer akuten.
Erkrankung gegeben werden, sonst ist der günstige Zeitpunkt verpasst, und ein
anderes Heilmittel wird erforderlich sein. Also wenn sich die Beschwerden
langsam über mehrere Tage entwickeln, wird Aconitum normalerweise nicht sehr
hilfreich sein. Bei Aconitum sprechen wir von Symptomen, die sich innerhalb
weniger Stunden entwickeln. Ein Kind, das mittags noch kerngesund ist, wird
schon am Abend schwer krank sein.
Vergleiche Acon. mit Bell. und Bapt., weil diese Arzneimittel ein Trio bilden, das sich durch den plötzlichen Beginn der Symptome auszeichnet.
Der Geist- und Gemütszustand, der sich zeigen kann, äußert sich in schwerem
Leiden mit Panik und Schrecken, sowie Ängstlichkeit und Weinerlichkeit.
Treten Schmerzen auf (z. B. Zahn- oder Kopfschmerzen, Husten), werden diese als
sehr gravierend empfunden und bringen den Leidtragenden an den Rand des
Wahnsinns.
Schlüsselsymptome des Arzneimittels:
Beschwerden infolge von Schreck oder Schock
Plötzlicher Beginn
Beschwerden entwickeln sich durch Unterkühlung oder kalten Wind (vgl. Dulc.)
Ängstliche, schreckhafte Patienten
Ruhelosigkeit
Kribbeln, Taubheitsgefühle, brennende Schmerzen
Schlimmer nachts, Mitternacht
Gesicht: Rot und heiß und beim Aufstehen blass, als ob brennendes Wasser im Kopf wäre
Zustände, bei denen dieses Mittel oft erforderlich ist:
Erkältung, Grippe und plötzliches, hohes Fieber
Husten und Halsentzündung, Pseudokrupp
Kopfschmerzen
Schlaflosigkeit mit Unruhe
Blasenentzündung
Schocks und Unfälle
Zahnungsbeschwerden und Zahnschmerzen